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Jörg Bode: Stephan Weil hat bei Volkswagen versagt – nicht alles, was legal ist, ist auch legitim

Hannover. Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion, Jörg Bode, hat dem Ministerpräsidenten im Zusammenhang mit Volkswagen im Landtag schwere Versäumnisse vorgeworfen. „Stephan Weil und die Automobilbranche, Stephan Weil und VW – das ist keine Geschichte voller Missverständnisse, das ist eine Geschichte des totalen Versagens“, so der FDP-Fraktionsvize. „In der Öffentlichkeit wettern die Stepan Weils, Martin Schulz‘ und Sigmar Gabriels der SPD immer sehr laut gegen Manager-Gehälter. Aber wenn sie selber verantwortlich sind, dann können Sie als Genossen der Bosse gar nicht genug Millionen in die Verträge schreiben.“ Der Corporate-Governance-Kodex sei dann egal. Die Abfindung für Frau Hohmann-Dennhardt verstößt Bode zufolge gegen den Kodex für gute Unternehmensführung. Bode: „Es ist gerade das Ziel, zu verhindern, dass Vorstände von heute auf morgen gehen und trotzdem der ganze Vertrag ausbezahlt wird. Nicht alles, was legal ist, ist auch legitim.“

 

„Das was Sie hier machen ist hat nichts mit der sozialen Marktwirtschaft zu tun, das ist Selbstbedienungsmentalität zu Lasten der normalen Mitarbeiter bei VW“, so Bode an die den Ministerpräsidenten gerichtet. „Die Bonis, die Abfindungen, die Ablösesummen, die Millionengehälter, die Sie hier nach dem Motto ‚wer hat noch nicht wer will noch mal‘ raushauen, die lassen Sie bei VW refinanzieren durch eine Entlassungswelle bei den Zeitarbeitern, der Kurzarbeit und des Gehaltsverzichtes der normalen Beschäftigen und der Frauen und Männer am Band.“ Es seien die Frauen und Männer am Band, die dafür sorgen, dass VW der größte Autobauer der Welt ist, nicht der Aufsichtsrat und schon gar nicht Stephan Weil.

Hintergrund: In der heutigen Landtagsdebatte gab es einen heftigen Schlagabtausch zu den jüngsten Ereignissen bei Volkswagen. Im Zentrum stand das überraschende Ausscheiden des Vorstandsmitglieds für ‚Integrität und Recht‘ Christine Hohmann-Dennhardt und die unmittelbaren Folgen.

 

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