Skip to main content

Jan-Christoph Oetjen: Gegen Einbruchskriminalität helfen vor allem höhere Aufklärungsraten – Landesregierung verschiebt das Problem, statt zu handeln

Der innenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Jan-Christoph Oetjen, hält die heute von Innenminister Pistorius vorgestellte Strategie gegen Einbruchskriminalität für wenig zielführend. „Was wir brauchen, sind deutlich höhere Aufklärungsraten. Nur die haben eine abschreckende Wirkung auf Einbrecher. Dazu braucht es aber keine neue Software, sondern es müssen mehr Polizisten auf die Straße und wir benötigen in jeder Polizeiinspektion eine eigene Ermittlungsgruppe ‚Einbruch‘. Statt mit Rechentricks den Eindruck zu erwecken, Niedersachsen bekäme 1000 zusätzliche Polizisten, sollte Minister Pistorius sich lieber dafür einsetzen, dass die Polizei tatsächlich entsprechend verstärkt wird. Das wäre die beste Strategie gegen die dramatisch ansteigende Einbruchskriminalität“, so Oetjen.

Den Einsatz sogenannter Predictive Policing Instrumente, wie der heute von Minister Pistorius vorgestellten Software PreMap, sieht der FDP-Innenpolitiker kritisch. „Es ist fraglich, ob solche Systeme langfristig wirklich erfolgreich sind. Auch die Täter lernen ja dazu und könnten beispielsweise einfach ihre Gewohnheiten ändern. Mit dem Modellversuch in Salzgitter-Peine und Wolfsburg verschiebt die Landesregierung das Problem nur weiter, dabei wäre dringend effektives Handeln gefordert“, erklärt Oetjen weiter.

 

Hintergrund: Innenminister Pistorius stellte heute eine neue Software vor, mit der die Wahrscheinlichkeit von Wohnungseinbrüchen vorhergesagt werden könne.

 

Zurück