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Hermann Grupe: Umweltbundesamt macht realitätsferne Vorschläge – höhere Mehrwertsteuer auf Fleisch und Milch hilft weder Mensch noch Tier

Hannover. Der landwirtschaftspolitische Sprecher der FDP im Landtag Niedersachsen, Hermann Grupe, kritisiert die Forderung des Umweltbundesamtes (UBA), die Mehrwertsteuer für Fleisch und Milch zu erhöhen, scharf. „Der Vorschlag aus dem Umweltbundesamt, die Mehrwertsteuer für Milch und Fleisch zu erhöhen, ist an Realitätsferne kaum zu überbieten. Alle Akteure der Landwirtschaftspolitik diskutieren derzeit, wie wir das Tierwohl für Kühe und Schweine erhöhen können, ohne die Zahlungsbereitschaft der Verbraucher zu überfordern oder die Betriebe ins Billig-Ausland zu verdrängen. Der Vorschlag aus dem Umweltbundesamt, die Preise jetzt nochmal zu erhöhen, um das Klima zu retten, kommt einem Tritt in den Allerwertesten der Landwirte gleich“, ärgert sich der FDP-Agrarexperte und Landwirt. Die höhere Mehrwertsteuer auf Fleisch und Milch hilft Grupe zufolge weder Mensch noch Tier, nur die Landewirte zahlen wieder die Zeche.

 

Nirgends seien die Verbraucher preissensibler beim Lebensmittelkauf als in Deutschland und nirgends werden so viele Forderungen an die Landwirte gestellt wie hier. Grupe: „Wenn Anhänger einer realitätsfernen Romantik-Ernährungswirtschaft weiterhin so absurde Anforderungen stellen, wird Landwirtschaft bald zum Ein-Euro-Job. Ein bisschen mehr Sachkunde darf man vom Umweltbundesamt schon erwarten. Die real-existierende Landwirtschaft ist keine Spielwiese für die schönsten grünen Parteitagsbeschlüsse der letzten 30 Jahre.“

Hintergrund: Das Umweltbundesamt schlägt vor, die Mehrwertsteuer auf Fleisch und Milch zu erhöhen, damit diese Lebensmittel für die Verbraucher teurer werden, weniger konsumiert werden und so das Klima geschont werden kann.

 

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