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Hermann Grupe: Experten lehnen Ringelschwanzprämie ab – Landesregierung konterkariert Tierschutzplan

Hannover. Der landwirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Hermann Grupe, fordert ein Ende der unsinnigen Agrarpolitik der Landesregierung. „SPD und Grüne haben sich in eine landwirtschaftspolitische Parallelwelt zurückgezogen. Experten schütteln landauf und landab den Kopf angesichts der Chaos-Aktionen dieser beratungsresistenten Landesregierung in puncto Tierwohl. In der gestrigen Landtagsanhörung wurde mehr als deutlich, dass die Ringelschwanzprämie den Tierschutzplan regelrecht konterkariert“, erklärt der FDP-Agrarexperte und Landwirt. Die FDP-Fraktion wolle den Tierschutz verbessern. Die Ringelschwanzprämie bewirke jedoch das genaue Gegenteil und sei nach einhelliger Expertenmeinung fachlich nicht nachvollziehbar. „Alle waren sich gestern einig, dass die Ringelschwanzprämie nicht im Sinne der Tiere ist. Beim Tierwohl könnte Niedersachsen schon viel weiter sein ohne die ständigen vom Tierschutzplan losgelösten Einzelaktionen aus dem Landwirtschaftsministerium“, so Grupe.

Verbände bezeichneten den Umgang der Landesregierung mit den Landwirten gestern öffentlich als „unverschämt“. In allen Ländern gebe es gemeinsame Beratungen zur Erarbeitung von Konzepten. Nur die Regierung Weil vergrößere das Tierleid durch eine kontraproduktive Ringelschwanzprämie. „Schwedische Landwirte klagen über großes Tierleid als Folge der dortigen Ringelschwanzprämie. Viele Versuche zum Verzicht auf das Kupieren der Ringelschwänze mussten aus ethischen Gründen abgebrochen werden weil über 70% der Tiere verletzt waren und deutlich mehr Antibiotika eingesetzt werden mussten“, so der FDP-Agrarpolitiker. Die Regierung Weil müsse eine Kehrtwende in der Agrarpolitik vollziehen wenn die Tiere nicht die Leidtragenden profilneurotischer Politiker werden sollen.

 

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