Skip to main content

Gero Hocker: Wolf ins Jagdrecht aufnehmen – Landesregierung darf sich nicht nur um Lamm Steffi kümmern

Der umweltpolitische Sprecher der Freien Demokraten im Landtag Niedersachsen, Gero Hocker, kritisiert die Patenschaft des Ministerpräsidenten für das Lamm Steffi als misslungene PR-Kampagne: „Es ist ein absoluter Treppenwitz, dass sich gerade dieser Ministerpräsident mit einer Lamm-Patenschaft rühmt, der sonst nicht für ausreichenden Schutz tausender anderer Weidetiere sorgt. Mit der Ausbreitung des Wolfs und dessen Angriffen auf ganze Herden ausgewachsener Tiere nimmt die berechtigte Sorge der Tierhalter immer weiter zu – und die Antwort der Landesregierung ist, ein Lämmchen ins Freilichtmuseum zu stecken. Diese Art der Realitätsverweigerung macht nur noch betroffen“, so der Umweltpolitiker.

Hocker mahnt, man brauche anstelle öffentlichkeitswirksamer PR-Kampagnen für SPD-Politiker endlich Maßnahmen zum besseren Schutz auch von Lämmern auf der Weide gegenüber dem Wolf. Hocker: „An einer Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht führt mittlerweile kein Weg mehr vorbei. Wir fordern dies schon seit langem. Leider wurde der entsprechende Gesetzentwurf meiner Fraktion mit den Stimmen von Rot-Grün und CDU abgelehnt. SPD und CDU gemeinsam sollten nun den Mut beweisen und endlich mit uns das Thema voranbringen, um die Nutztierhalter zu unterstützen und die Akzeptanz des Wolfes zu retten. Ansonsten haben die Lämmer, für die der Ministerpräsident keine Patenschaft übernimmt, nur wenig zu lachen.“

Hintergrund: Das Patenlamm Steffi von Ministerpräsident Weil soll im Freilichtmuseum am Kiekeberg ein Zuhause bekommen. Weidetiere, die sich nicht in der Patenschaft des Ministerpräsidenten befinden sind weiterhin der Gefahr durch den Wolf ausgesetzt.

 

Zurück