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Björn Försterling: Schüler leiden unter der Sturheit der Ministerin – Chancengerechtigkeit gefährdet

Hannover. Angesichts der heutigen Schülerdemonstration vor dem Kultusministerium fordert die FDP-Fraktion im Landtag Niedersachsen ein Einlenken der Kultusministerin im aktuellen Streit mit den Lehrern. „Die Schüler sind die Leidtragenden der Sturheit dieser Kultusministerin. Ich hoffe, dass die Demonstration von über 4.000 Schülerinnen und Schülern ihr endlich zu denken gibt“, so der bildungspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Björn Försterling. Es sei jetzt an der Zeit nicht nur von Dialog zu reden, sondern mit konkreten Angeboten seitens der Landesregierung in das Gespräch mit den Lehrern zu treten. Nach den ohne Dialog getroffenen Entscheidungen auf Streichung der Altersermäßigung und der einseitigen Erhöhung der Arbeitszeit der Gymnasiallehrkräfte seien die Proteste von Schülern und Lehrern mehr als nachvollziehbar.

Die wichtigste Voraussetzung für Bildungserfolg, nämlich ein gutes Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern, wird durch die Landesregierung gefährdet. „Die Situation an den Gymnasien ist extrem angespannt. Damit gefährden wir die Chancengerechtigkeit im Bildungssystem. Wir geben uns aber nicht damit zufrieden, Mittelmaß zu sein“, sagte Försterling. Viele Lehrer wünschen sich ein Einlenken der Landesregierung, denn auch sie wollen in ihrem Herzen Klassenfahrten weiter durchführen. „Es ist schon erschreckend, dass die Lehrer sich gegen diese Landesregierung nicht mehr anders zu helfen wissen“, so der FDP-Abgeordnete Försterling.

Die Maßnahmen, die beide Seiten wieder an einen Tisch holen könnten, sind denkbar einfach. Rot-Grün könnte endlich die geforderte Arbeitszeiterhebung auf den Weg bringen, die Kosten der Lehrer für die Klassenfahrten voll ersetzen oder wenigstens den über 55-jährigen Lehrkräften wieder die verdiente Altersermäßigung zugestehen. Försterling: „Statt auf die Lehrer zuzugehen mauert sich die Ministerin aber ein und bewegt sich nicht einen Zentimeter. Wahre Größe zeigt nicht derjenige, der sich einmauert, sondern wer den ersten Schritt auf die andere Seite zugeht. Ich kann daher an die Ministerin nur appellieren: Zeigen Sie Größe!“

Hintergrund: Am Mittwoch demonstrierten mehrere Hundert Schüler in Hannover gegen den Klassenfahrt-Boykott an ihren Schulen. Hintergrund des Protests ist ein Konflikt zwischen dem Kultusministerium und den Gymnasiallehrern. Nach der Erhöhung der der Unterrichtsverpflichtung für Lehrer um eine Stunde weigern sich viele Lehrer, Klassenfahrten durchzuführen.

 

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