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Almuth von Below-Neufeldt: Wissenschaftsregion Braunschweig-Hannover muss Forschungseinrichtungen der Wirtschaft einbinden

Hannover. Die wissenschaftspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Almuth von Below-Neufeldt, fordert, die Forschungseinrichtungen der Wirtschaft schnell in die Planungen der Wissenschaftsregion Braunschweig-Hannover einzubeziehen. „Der Großraum Braunschweig ist nicht zuletzt wegen der starken Forschung der Privatwirtschaft die forschungsintensivste Region Europas. Bei der Planung für die Wissenschaftsregion Braunschweig-Hannover müssen die Forschungseinrichtungen der Wirtschaft frühzeitig eingebunden und berücksichtigt werden. Es wäre absurd, die Top-Forschung der niedersächsischen Unternehmen links liegen zu lassen“, so die FDP-Wissenschaftspolitikerin. Sorgen bereitet von Below-Neufeldt zufolge auch die Sicherung der Hochschulautonomie. Es sei derzeit nicht erkennbar, wie die Autonomie der Hochschulen geschützt bleibt. Keines falls dürfe ein zentrales Planungsgremium unter maßgeblichem Einfluss des Ministeriums die Wissenschaftsregion am grünen Tisch entwickeln. Von Below-Neufeldt: „Wenn die beiden Hochschulen aus Braunschweig und Hannover künftig in der Wissenschaftsregion koordiniert werden, droht die TU Clausthal als dritte ehemalige NTH-Mitgliedshochschule ins Hintertreffen zu geraten. Die TU Clausthal leistet eine hervorragende Arbeit und darf nicht abgehängt werden!“

Die Kürzung der NTH-Forschungsmittel um fünf Millionen Euro müsse umgehend zurückgenommen werden. „Die Mittel müssen direkt den Hochschulen in Hannover, Braunschweig und Clausthal zufließen“, so von Below-Neufeldt. „Wer wissenschaftliche Exzellenz will, darf nicht bei der Forschung sparen.“

Hintergrund: Nach dem überstürzten Ausstieg aus dem Projekt der Niedersächsischen Technischen Hochschule (NTH) bestehend aus der Leibniz Universität Hannover, der TU Braunschweig und der TU Clausthal will die Landesregierung nun die Leibniz Uni und die TU Braunschweig in der sogenannten „Wissenschaftsregion Braunschweig-Hannover“ koordinieren. Die Pläne dazu hat die Wissenschaftsministerin heute im Wissenschaftsausschuss vorgestellt. Insbesondere Fragen zu Hochschulautonomie, Einbindung der Wirtschaft oder der Benachteiligung der TU Clausthal sind dabei offen geblieben.

 

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